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Republik im südwestlichen Südamerika, 756 950 km² längs der Pazifikküste, 16 Mio. Einwohner, Hauptstadt Santiago de Chile.
Land und Leute
Mit einer Länge von rund 4 300 km und einer durchschnittlichen Breite von nur 176 km erstreckt sich Chile am westlichen Fuß der Anden bis zur Südspitze des Kontinents. Die Küste zerklüftet nach Süden und geht in Schären über. Das Klima reicht vom subtropischen Norden über die gemäßigte Mitte bis in polare Zonen. Die katholische Bevölkerung bilden je zur Hälfte Mestizen und Weiße, über ein Drittel lebt im Einzugsgebiet der Hauptstadt.
Wirtschaft
60 Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich nicht nutzbares Hochland, Ackerbau (v. a. Getreide) und Viehzucht (v. a. Schafe und Rinder) beschränken sich auf die engere Küstenregion. Schwerpunkt der chilenischen Industrie ist der Bergbau (v. a. Kupfer), der zwei Drittel der Exportgüter stellt. Andere Industrien (u. a. Textilien, Zelluloseprodukte) spielen eine untergeordnete Rolle.
Geschichte
Funde weisen auf eine Besiedlung vor etwa 12 Jt. hin. Bei Beginn der spanischen Eroberung 1539 gehörten die hier lebenden Araukaner zum Inka-Reich. Sie leisteten im Süden noch bis ins 19. Jh. Widerstand gegen die Weißen, die die Indianer abdrängten, versklavten oder vernichteten. 1778 wurde Chile als Generalkapitanat von Peru abgetrennt, 1810 riefen chilenischen Patrioten die Unabhängigkeit aus und konnten sie in schweren Kämpfen bis 1818 durchsetzen. Reiche Salpetervorkommen an der Nordgrenze führten zu Konflikten mit Peru, die in den Salpeter-Krieg 1879–83 mündeten und Chile Antofagasta und Arica brachten. Nach kurzem wirtschaftlichem Aufschwung kam es nach dem 1. Weltkrieg zu krisenhaften Entwicklungen, die das 1891 eingeführte parlamentarische System aushöhlten. Das Militär wurde zum ausschlaggebenden politischen Faktor bis in die 60er Jahre, doch der Druck der besitzlosen Massen wuchs, sodass 1970 mit Allende ein Sozialist an die Macht gewählt wurde. Seinem Programm der Umverteilung machte 1973 ein Militärputsch von General Pinochet ein Ende, der eine faschistische Diktatur errichtete. Erst internationaler, v. a. amerikanischer Druck und wachsende Unruhen brachten 1989 das Ende der Militärherrschaft. Die Aufarbeitung der Geschichte unter der Diktatur gestaltet sich schwierig.